Mount USB-Strick – Raspberry

Step 1
Zunächst installieren wir Treiber, damit NTFS und HFS+ Speichermedien eingebunden werden können.

sudo apt-get -y install ntfs-3g hfsutils hfsprogs exfat-fuse

Step 2
Wir legen nun einen Ordner im Verzeichnis /media an, in den das USB-Speichermedium später eingebunden wird (Mountpoint genannt). In meinem Fall nenne ich den Ordner usbstick. Der Name kann frei gewählt werden, sollte aber keine Sonder- und Leerzeichen enthalten.

sudo mkdir /media/usbstick

Step 3
Nun führen wir folgenden Befehl in der Konsole aus und stecken anschließend das USB-Medium an. Daraufhin sollte in der Konsole eine Ausgabe aller angeschlossenen Speichermedien erscheinen. USB-Sticks heißen meist sda und externe Festplatten hd, ggf. mit anhängender Nummer. Uns interessiert die erste und letzte Spalte des richtigen Gerätes mit dessen device Pfad und UUID.

sudo blkid -o list -w /dev/null

Step 4
Nachdem wir nun den device Pfad des USB-Speichermediums kennen und einen Mountpoint erstellt haben, können wir den USB-Stick oder die USB-Festplatte mit folgendem Kommando einbinden. Dabei muss man je nach Dateisystem ein anderes Kommando verwenden, sda durch den Namen des USB-Speichermediums und /media/usbstick/ durch den Mountpoint ersetzt werden. Die zwei pi Angaben müssen, sofern ein anderer Benutzer als pi auf das USB-Speichermedium zugreifen soll, durch dessen Namen ersetzt werden.

FAT32
sudo mount -t vfat -o utf8,uid=pi,gid=pi,noatime /dev/sda /media/usbstick

NTFS
sudo mount -t ntfs-3g -o utf8,uid=pi,gid=pi,noatime /dev/sda /media/usbstick

HFS+
sudo mount -t hfsplus -o utf8,uid=pi,gid=pi,noatime /dev/sda /media/usbstick

exFAT
sudo mount -t exfat -o utf8,uid=pi,gid=pi,noatime /dev/sda /media/usbstick

ext4
sudo mount -t ext4 -o defaults /dev/sda /media/usbstick

Bedeutung der Parameter nach -o für Option:

utf8: Die Dateinamen verwenden den UTF-8-Zeichensatz und dürfen somit auch Umlaute enthalten
uid=pi,gid=pi: Das Speichermedium wird dem Benutzer (uid) und der Gruppe (gpi) pi zugewiesen
noatime: Die Inode Access Time (letzter Lesezugriff) wird nicht aktualisiert und damit werden unnötige Schreiboperatoren vermieden
defaults: Dem Gerät werden die Optionen rw, suid, dev, exec, auto, nouser und async (siehe auch ubuntuusers Wiki) zugewiesen

Step 5 (optional)
Um das Speichermedium wieder zu dismounten/auszuwerfen, wenden wir folgenden Befehl an, wobei wir wieder den Mountpoint anpassen müssen.

sudo umount /media/usbstick

Step 6 (optional)
Soll der USB-Stick oder die USB-Festplatte nun bei jedem Start des Raspberry Pis automatisch eingebunden werden, können wir dies für einen Eintrag in fstab erlauben, wozu wir die zuvor ausgelesene UUID benötigen. Je nach Dateisystem muss man eine der folgenden Zeilen am Ende der Datei /etc/fstab eintragen. Zum Bearbeiten der Datei nutzen wir den Editor nano in dem wir zum Speichern STRG + X, Y und anschließend Enter drücken müssen.

sudo nano -w /etc/fstab

FAT32
UUID=3241-40CE /media/usbstick/ vfat utf8,uid=pi,gid=pi,noatime 0

NTFS
UUID=3241-40CE /media/usbstick/ ntfs-3g utf8,uid=pi,gid=pi,noatime 0

HFS+
UUID=3241-40CE /media/usbstick/ hfsplus utf8,uid=pi,gid=pi,noatime 0

exFAT
UUID=3241-40CE /media/usbstick/ exfat utf8,uid=pi,gid=pi,noatime 0

ext4
UUID=3241-40CE /media/usbstick/ ext4 defaults 0

Beitrag übernommen aus:
Quelle Stand: 18.05.2016

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